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NETS OF LIFE

NETS OF LIFE

Aus einem „Spiel“ mit einem Fünfeck heraus entwickelte Hendrike Roers ein Musterbildungsprinzip, mit dem fraktale Figuren konstruiert werden können. Diese Figuren lassen sich durch drehen, spiegeln oder verschieben zu immer komplexeren Musternetzen verweben. 
Die Figuren und Netze weisen Eigenschaften auf, wie Gegensätzlichkeit, Widersprüchlichkeit, Einfachheit, Komplexität, Symmetrie, Asymmetrie, die Grenzen übergreifende Analogien zu Phänomenen in der Natur zulassen. Sie können wie eine visuell abstrakte Darstellung wesentlicher Eigenschaften der Welt gesehen werden. Die Muster visualisieren die Vielschichtigkeit des Lebens, verbildlichen Eigenschaften mit universellem Charakter, die sämtliche Ebenen des Lebens zu durchdringen scheinen.
Aus den fraktalen Strukturen sind auch dreidimensionale Arbeiten entstanden. Dabei wächst das Ornament als reine Oberflächenverzierung hinaus, wird nicht erst am Ende der gestalterischen Auseinandersetzung hinzugefügt, sondern ist stets Teil des gestalterischen Prozesses.
Auslöser einer tiefen und intensiven Auseinandersetzung mit Mustern war eine Reise nach Andalusien, bei der Hendrike Roers mit der ihr vorher wenig bekannten islamischen Ornamentik in Berührung kam. Diese Eindrücke brannten sich ein in die Erinnerung, hinterließen Spuren.
Die eigenen, hochkomplexen Muster weisen auch Gemeinsamkeiten mit den Mustern der islamischen Kunst auf, sind aber dennoch andere, komplexere und entwickelten sich erst aus einem „Spiel“ mit dem Fünfeck heraus.
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